Optimismus ist lernbar

Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist eine wesentliche Grundlage für jede Konflikt- oder Krisenbewältigung. Überzeugt zu sein, dass das Leben langfristig mehr Gutes als Schlechtes für uns bringt sowie den eigenen Handlungs- und Gestaltungsspielraum zu erkennen und zu nutzen, sind wesentliche Merkmale einer optimistischen Lebenshaltung. Optimismus hilft uns, von innen heraus zu strahlen und schafft die Basis für ein stabiles, angenehmes Lebensgefühl.

 

Nun gibt es Menschen, die grundsätzlich eine positive Lebensperspektive haben und „mal prinzipiell vom Guten ausgehen“. Und dann gibt es Menschen, die durch Lebenskrisen oder bestimmte Erfahrungen diese Grundhaltung eher nicht, nicht mehr oder noch nicht einnehmen können. 

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Optimismus bedeutet nicht, sich alles schön zu reden, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen oder sie zu verdrängen. Vielmehr zeichnet er sich durch eine große Portion Realismus aus; zu akzeptieren, dass Niederlagen und Krisen zum Leben dazugehören. Optimismus lässt uns erkennen, dass schwere Zeiten auch vorübergehen und macht es uns möglich, auf einen positiven Ausgang zu hoffen sowie aktiv darauf hinzuarbeiten.

Ein optimistisches Selbstbild bedeutet nicht unkritische Selbstüberschätzung. Es bedeutet auch nicht, Unzulänglichkeiten zu bagatellisieren, sondern sie wahrzunehmen, zu wissen, dass Fähigkeiten und Möglichkeiten begrenzt sind und gleichzeitig an die Selbstwirksamkeit zu glauben, dass Probleme gelöst und Lebensphasen gemeistert werden können.

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Charles Reade (engl. Schriftsteller 1814-1884)

Selbstreflexion

  1. Was bedeutet Optimismus für dich?

  2. Würdest du von dir sagen, dass du ein zuversichtlicher Mensch bist? Wenn ja, wie drückt sich diese Haltung konkret bei dir aus?

  3. Wenn du vor einer schwierigen Aufgabe oder Situation stehst, worauf richtest du zuerst und automatisch deine Aufmerksamkeit?

  4. Welche Wege zu mehr Optimismus fallen dir ein?

  5. Wie denkst du über dich selbst?

  6. Bringst du dir selbst Respekt und Wertschätzung entgegen?